Hier stellen wir verschiedene Bücher vor, die du in der MännerFrauenNatur – Bücherei finden, lesen und auch ausleihen kannst.

Gern nehme ich auch Buchempfehlungen / Buchbeschreibungen von dir entgegen.

Maja Göpel „Unsere Welt neu denken“

Maja Göpel ist Professorin für Politökonomie, Tranformationsforscherin und einiges mehr. Das Buch ist aber sehr lesbar geschrieben. Und sie öffnet uns mit sehr praktischen Beispielen die Augen: dass der Kostenanteil an den Lebensmitteln in den letzten 50 Jahren durchschnittlich um 11 % gefallen ist – Bio-Lebensmittel sind nicht zu teuer. – bei den konventionellen Lebensmitteln schlagen einfach nicht alle Kosten beim Preis zu Buche.

Anders als in der Natur, wo alles in kreisläufen stattfindet, arbeitet unsere „moderne Industiregesellschaft“ nicht in Kreisläufen sondern nach dem Förderband-Prinzip: vorn kommen die Rohstoffe drauf, unterwegs werden die Produkte abgenommen und am Ende bleibt der Müll übrig. Wir verbrauchen in 5 Monaten wozu die Erde ein Jahr braucht, um die Bilanz auszugleichen.

Die alten ökonomischen Gesetzmäßigkeiten funktionierten, solange scheinbar genug von allem vorhanden war. Und der Markt wird es nicht von selber richten, wenn der Staat nicht ordnend eingreift, um wirklich nachhaltiiges Wirtschaften zu ermöglichen.

Wird die Tranformation der Gesellschaft gelingen? Wie viel politisches Handeln ist dazu erforderlich? Wie politisch sind meine Einkaufs- und Reisegewohnheiten? Was kann mein Beitrag zur Veränderung sein? Das Buch von Maja Göpel liefert nicht die Antworten. Aber es kann uns bestärken, nach Antworten, Lösungen und Verbündeten zu suchen.

Eien wichtiges Buch!

George Saunders „Fuchs 8“

Ein wunderbares und sehr kurzweiliges Buch!
Anfangs muss man sich sicherlich an die Schreibweise gewöhnen, denn der Autor erzählt die Geschichte aus der Perspektive eines Fuchses, der die Sprache der „Mänschen“ an einem „Geschichtenfenster von Mänschenhoisern“ gelernt hat und diese noch nicht perfekt beherrscht. Da Saunders diesen Stil aber konsequent beibehält, kann man sich umso leichter in die Perspektive des Fuchses versetzen.
Auch, wenn der Sprachstil und die fast schon naiv anmutende Erzählweise des Fuchses den Eindruck erwecken könnte, ist „Fuchs 8“ kein Kinderbuch: Es beschreibt lebendig, immer wieder mit Witz, aber auch in brutalen Bildern, wie ein Rudel durch den Bau eines Einkaufszentrum die Heimat und damit seine Existenz verliert.
Saunders wirft zwischen den Zeilen grundlegende Fragen auf, die sich letzten Endes mit dem Zusammenhalt und dem Zusammenleben unserer Gesellschaft beschäftigen: Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Wie verhalten wir uns Fremden gegenüber? Und wie leben wir nach einem Schicksalsschlag weiter, wenn gewiss ist, dass nur noch die bedingungslose Akzeptanz dessen bleibt und es keinen Weg zurück gibt?

Ich kann „Fuchs 8“ nur jedem ans Herz legen. (geschrieben von Annette Thoma)